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Einkommensteuer

Einkommensteuer Definition - Was ist die Einkommensteuer?

Die Einkommensteuer ist eine Gemeinschaftssteuer, die auf das Einkommen von natürlichen Personen erhoben wird. Die Rechtsgrundlage für die Berechnung der Einkommensteuer ist das Einkommensteuergesetz (EStG).

Der Einkommensteuertarif regelt die Vorschriften für die Berechnung. Die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer ist das zu versteuernde Einkommen. Der Steuerbescheid kommt vom Finanzamt.

Die Einkommensteuer ist eine der größten Einnahmequellen des deutschen Staates. Im Jahre 2016 nahm der Staat alleine durch die Einkommensteuer 239 Milliarden Euro ein. Dies entspricht einem Drittel der gesamten Steuereinnahmen des Staates. Aus diesem Grund ist die Einkommensteuer auch die wichtigste Steuer für uns.

Einkommensteuergesetz - Die 7 Einkunftsarten

Im deutschen Einkommensteuergesetz sind 7 Einkunftsarten aufgelistet. Diese finden Sie im § 2 Absatz 1 EStG.

Die steuerpflichtigen Einkünfte sind die, die eine der 7 Einkunftsarten unterliegen. Einnahmen, die nicht der 7 Einkunftsarten unterliegen, sind zwar nicht einkommensteuerpflichtig, können jedoch einer anderen Steuerart zugeordnet werden.

Die 7 Einkunftsarten:

  • § 13 - 14 EStG - Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft -
    Hierzu gehören pflanzliche und tierische Produkte, die erzeugt werden. Auch Einnahmen aus Weinbau, Tierzucht und Tierhaltung, Jagd, Fischzucht, Binnenfischerei und Wanderschäferei fallen unter dieser Einkunftsart.

  • § 15 - 17 EStG - Einkünfte aus Gewerbebetrieb -
    Ein Gewerbe definiert man steuerlich als eine selbstständige und auf Dauer gewinnbringende Tätigkeit. Ausnahmen hierbei sind landwirtschaftliche und freiberufliche Tätigkeiten. Einnahmen aus Einzelhandelsgeschäften, Offenen Handelsgesellschaften, Handwerksbetrieben und anderen Mitunternehmerschaften. Ein Gewerbebetrieb unterliegt nicht nur der Einkommensteuer, sondern auch der Gewerbesteuer. Je nach Gewinn des Betriebs wird teilweise auf die Einkommensteuer angerechnet.

  • § 18 EStG - Einkünfte aus selbstständiger Arbeit -
    Hierbei werden in der Regel freiberufliche Tätigkeiten einbezogen. Häufig unterliegen Ärzte, Notare, Rechtsanwälte, Architekten, Steuerberater, Ingenieure, Übersetzer oder Wirtschaftsprüfer dieser Einkunftsart.

  • § 19 EStG - Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit -
    Eine nicht selbstständige Arbeit definiert man steuerlich als Angestellte, die ihren Lohn vom Arbeitgeber bekommen. Urlaubs- und Weihnachtsgeld gehören ebenfalls zu den Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit.

  • § 20 EStG - Einkünfte aus Kapitalvermögen -
    Zu dieser Einkunftsart gehören unter anderem Zinsen oder vergebene Darlehens. Ebenfalls gehören Dividenden und Gewinne aus Aktien dazu. Gewinne von Gewinnausschüttungen einer GmbH fallen ebenfalls unter dieser Einkunftsart. Einkünfte aus Kapitalvermögen unterliegen jedoch der Abgeltungssteuer. Dies bedeutet, dass sie mit einem Steuersatz von 25 % abgegolten sind. Steuerpflichtig sind jedoch nur die Erträge, die die Höhe des Freibetrags von 801 Euro bei Ledigen und 1.602 Euro bei Ehepaaren übersteigen.

  • § 21 EStG - Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung -
    Die Einnahmen, die Sie aus Grundstücken, Zimmern oder Wohnungen erhalten, sind steuerpflichtig und fallen unter dieser Einkunftsart. Die Ermittlung der Gewinne erfolgt, indem Sie die Mieteinnahmen, die Sie erzielen, von den Werbungskosten abziehen. Werbungskosten können Schuldzinsen, Verwalter kosten oder Grundsteuer sein.

Steuerfreie Einnahmen laut § 3 des Einkommensteuergesetzes sind:

  • Kindergeld
  • Erziehungsgeld
  • Mutterschaftsgeld
  • Sozialhilfe
  • Wohngeld
  • Arbeitslosengeld
  • BAföG
  • Ehrenamtliche Aufwandsentschädigungen
  • Leistungen der Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung

Die 6 verschiedenen Steuerklassen

Steuerklasse 1 - Alle Personen, die nicht verheiratet sind oder nicht mehr verheiratet sind, fallen in die Steuerklasse 1. Sie ist also für Personen die ledig, unverheiratet, geschieden oder verwitwet sind. Unter 450 Euro müssen keine Sozialabgaben gezahlt werden. Über 450 Euro muss derjenige neben der Lohnsteuer auch Sozialabgaben abführen. Die Menschen in der ersten Steuerklasse, sind eingeschränkt, was ihre Steuerklassenwahl betrifft.

Steuerklasse 2 - Die zweite Steuerklasse ist für alleinerziehende Menschen gedacht. Die Voraussetzung ist, dass man alleinerziehend mit mindestens einem minderjährigen Menschen zusammenleben muss. In dieser Steuerklasse hat man einen steuerlichen Vorteil, den man durch den Alleinerziehendenentlastungsbetrag bekommt.

Steuerklasse 3 - Die dritte Steuerklasse ist vorgesehen für verheiratete, verwitwete und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Die dritte Steuerklasse hat eine Besonderheit. Sie ist nur in Kombination mit Steuerklasse 5 möglich.

Die Person, die mehr verdient, sollte in Steuerklasse 3 sein. Der Partner in Steuerklasse 5. In Steuerklasse 3 wird nämlich vergleichsweise wenig Steuern gezahlt, was einen steuerlichen Vorteil ausmacht, wenn der Besserverdiener in Steuerklasse 3 ist.

Steuerklasse 4 - Jede verheiratete Person wird automatisch in die vierte Steuerklasse eingestuft. Die Steuerklasse 4 rentiert sich für Ehepaare die in etwa gleich viel verdienen.

In Steuerklasse 4 hat man die Möglichkeit, ob man zu der Kombination aus Steuerklasse 3 und 5 wechselt oder ob weiterhin beide Partner in der vierten Steuerklasse bleiben sollen.

Steuerklasse 5 - Nur verheiratete Person und in Kombination mit Steuerklasse 3, kann diese Steuerklasse genutzt werden. Die Person, die in der Ehe weniger verdient, tritt der fünften Steuerklasse bei. Dies schafft einen steuerlichen Vorteil.

Steuerklasse 6 - Die sechste Steuerklasse ist für Arbeitnehmer gedacht, die zwei oder mehrere Jobs besitzen. Der zweite Job, welcher beispielsweise eine geringfügige Beschäftigung sein kann, würde in die sechste Steuerklasse einfließen.

In dieser Steuerklasse sind die Abzüge besonders hoch, da es keinen Arbeitnehmerpauschbetrag und keinen Sonderausgabenpauschbetrag gibt.

Berechnung der Einkommensteuer

Für die Berechnung der Einkommensteuer ist die Grundlage das zu versteuernde Einkommen. Dies setzt sich aus den 7 oben genannten Einkunftsarten zusammen, die miteinander addiert werden. Die Höhe des Jahreseinkommens bestimmt, welchen Steuersatz Sie zahlen müssen.

Bis zu einem Jahreseinkommen von 8130 Euro, müssen Sie keine Einkommensteuer zahlen, denn Sie sind unter dem Grundfreibetrag.

Ab einem Jahreseinkommen von 8130 Euro lässt sich die Einkommensteuer mit 4 verschiedenen Formeln berechnen, die Sie ebenfalls auf die Höhe des Einkommens beziehen. Bevor wir die Formel der Einkommensteuer anwenden können, benötigen wir das Y. Das Y berechnet man aus dem zu versteuernden Einkommen wie folgt:

Y = (zu versteuerndes Einkommen - 8130) / 10.000

Für ein Jahreseinkommen von 8131 bis 13.469 Euro, gilt die Formel:

Einkommensteuer = (933,70 * Y + 1400) * Y

Ab einem Jahreseinkommen von 13.470 bis 52.881 Euro wird die zweite Formel zur Berechnung verwendet. Wichtig: Hierbei ändert sich auch die Berechnung des Faktors Y!

Y = (zu versteuerndes Einkommen - 13.469) / 10.000

Einkommensteuer = (228,74 * Y + 2397) * Y + 1014

Ab einem Jahreseinkommen von 52.882 bis 250.730 wird die dritte Formel zur Berechnung verwendet. Ab dieser Formel wird es übersichtlicher, da der Faktor Y wegfällt.

Einkommensteuer = 0,42 * zu versteuerndes Einkommen - 8196

Die letzte Formel ist für die Berechnung des Spitzensteuersatzes von 45% und lautet:

Einkommensteuer = 0,45 * zu versteuerndes Einkommen - 15.718.

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